Kunden-App entwickeln lassen: Wann sich eine eigene App für Ihre Kunden lohnt
Bestellen, Termine buchen, Auftragsstatus sehen: Wann eine eigene Kunden-App sinnvoll ist, wie sie in den App Store kommt und wann eine Website völlig ausreicht.
Die Kurzantwort
Eine eigene Kunden-App lohnt sich, wenn Ihre Kunden regelmäßig mit Ihnen zu tun haben: bestellen, Termine buchen, den Stand ihres Auftrags verfolgen oder von Angeboten erfahren wollen. Dann verdient Ihr Unternehmen einen festen Platz auf dem Home-Bildschirm Ihrer Kunden, mit direktem Draht per Push-Nachricht.
Kommt ein Kunde dagegen nur alle paar Jahre zu Ihnen, reicht eine gute Website fast immer aus. In diesem Artikel zeigen wir, für welche Fälle sich eine Kunden-App rechnet, wie sie in den Apple App Store und den Google Play Store kommt und wann Sie sich das Projekt ehrlicherweise sparen können.
Was ist eine Kunden-App und was unterscheidet sie von einer internen App?
Eine interne App nutzt Ihr eigenes Team: Aufträge, Material, Zeiterfassung. Was sie im Alltag bringt, haben wir im Ratgeber Was bringt eine interne App? beschrieben.
Eine Kunden-App richtet sich nach außen: Ihre Kunden installieren sie auf dem eigenen Smartphone und erledigen darüber Dinge, für die sie sonst anrufen, mailen oder vorbeikommen müssten. Beide Arten lassen sich auch kombinieren, etwa wenn der Monteur intern dokumentiert und der Kunde in seiner App den Auftragsstatus sieht, aus derselben Datenbasis.
Typische Fälle, in denen eine Kunden-App Sinn ergibt
- Bestellen und Vorbestellen: Gastronomie, Bäckereien, Einzelhandel. Der Kunde bestellt in der App, bezahlt und holt ab oder lässt liefern. Kein Warten in der Leitung, keine übersehene E-Mail.
- Termine buchen und verwalten: Friseure, Werkstätten, Praxen, Dienstleister. Der Kunde bucht seinen Termin selbst, bekommt eine Erinnerung per Push und kann verschieben, ohne dass Ihr Telefon klingelt.
- Auftragsstatus verfolgen: Handwerk und Service. „Wann kommt der Monteur?” und „Wie ist der Stand?” beantwortet die App, rund um die Uhr, ohne Rückruf.
- Treueprogramm statt Stempelkarte: Punkte sammeln, Prämien einlösen, exklusive Angebote. Die Stempelkarte geht verloren, die App nicht.
- Neuigkeiten und Angebote per Push: Mit Einwilligung des Kunden erreichen Sie ihn direkt auf dem Sperrbildschirm, ohne dass Ihre Nachricht im überfüllten E-Mail-Postfach untergeht.
Der gemeinsame Nenner: Es gibt einen wiederkehrenden Anlass, die App zu öffnen. Genau daran entscheidet sich, ob eine Kunden-App genutzt wird oder nach der Installation verstaubt.
Warum eine App und nicht einfach die Website?
Für die erste Kontaktaufnahme und für Neukunden bleibt die Website unschlagbar: Sie wird bei Google gefunden, niemand muss etwas installieren. Die Kunden-App spielt ihre Stärken bei den Bestandskunden aus:
- Der feste Platz auf dem Home-Bildschirm: Ihr Logo ist jeden Tag sichtbar, ein Tipp genügt. Die Hürde, bei Ihnen zu bestellen oder zu buchen, sinkt auf ein Minimum.
- Push-Nachrichten: Terminerinnerungen, Statusmeldungen und Angebote kommen direkt an, nicht in den Spam-Ordner.
- Angemeldet bleiben: Der Kunde muss nicht bei jedem Besuch Daten neu eingeben. Bestellhistorie, Favoriten und Termine sind einfach da.
Website und App konkurrieren also nicht, sie übernehmen verschiedene Aufgaben: Die Website gewinnt Kunden, die App bindet sie.
So kommt Ihre Kunden-App in die App Stores
Bei einer Kunden-App gehört die Store-Präsenz meist dazu: Ihre Kunden suchen Apps im Apple App Store und bei Google Play, und ein eigener Store-Eintrag mit Logo, Screenshots und Bewertungen zahlt auf Ihre Marke ein.
Dafür entwickeln wir Kunden-Apps als Flutter-App: aus einer Codebasis entstehen native Apps für iOS und Android. Den kompletten Weg in die Stores übernehmen wir für Sie: Entwicklerkonten, Store-Einträge, Einreichung, Review-Verfahren und spätere Updates. Für Fälle ohne Store-Bedarf gibt es alternativ die Web-App, die direkt über einen Link installiert wird. Den Vergleich beider Wege finden Sie im Ratgeber App für iOS und Android entwickeln lassen.
Der ehrliche Gegencheck: Wann Sie keine Kunden-App brauchen
Damit das hier kein Verkaufstext wird, auch die andere Seite. Eine Kunden-App lohnt sich eher NICHT, wenn:
- Ihre Kunden nur selten mit Ihnen zu tun haben. Wer alle fünf Jahre ein Dach saniert, installiert dafür keine App. Hier gewinnt die gute Website mit klarer Kontaktmöglichkeit.
- Es keinen wiederkehrenden Anlass gibt. Eine App, die nur Ihre Öffnungszeiten und Ihr Leistungsverzeichnis zeigt, wird einmal geöffnet und dann gelöscht.
- Niemand die Inhalte pflegen kann. Angebote, Neuigkeiten und Push-Nachrichten brauchen jemanden, der sie bespielt. Ohne Pflege wirkt die App schnell verlassen.
In diesen Fällen sagen wir Ihnen das im Erstgespräch offen, bevor ein Angebot entsteht. Oft ist dann eine bessere Website oder ein Kundenportal im Browser der sinnvollere Schritt.
Häufige Fragen zur Kunden-App
Wie bekommen meine Kunden die App aufs Handy?
Bei einer Flutter-App ganz klassisch über den Apple App Store und den Google Play Store, so wie Ihre Kunden es von jeder anderen App kennen. Den Link zum Store-Eintrag können Sie auf Ihrer Website, auf Rechnungen oder per QR-Code im Laden teilen. Eine Web-App wird direkt über einen Link installiert, ohne Store.
Darf ich meinen Kunden einfach Push-Nachrichten schicken?
Nur mit deren Einwilligung. Beide Betriebssysteme fragen den Nutzer, ob die App Benachrichtigungen senden darf, und werbliche Nachrichten brauchen zusätzlich eine datenschutzkonforme Zustimmung. Gut gemacht ist das kein Hindernis: Wer Ihre App installiert, hat in der Regel echtes Interesse an Erinnerungen und Angeboten. Wichtig ist, Push sparsam und relevant einzusetzen.
Kann die Kunden-App mit unseren bestehenden Systemen arbeiten?
Ja, das ist sogar der Normalfall. Bestellungen, Termine und Anfragen aus der App sollten dort landen, wo Ihr Team arbeitet, etwa in Ihrem CRM- oder Vertriebssystem oder Ihrer Warenwirtschaft. So entsteht kein neues Daten-Silo.
Fazit
Eine Kunden-App lohnt sich dort, wo Kunden regelmäßig bestellen, buchen oder den Stand ihres Auftrags wissen wollen. Dann bindet sie Kunden stärker als jede Website: mit festem Platz auf dem Home-Bildschirm, Push-Nachrichten und gespeicherten Daten. Gibt es keinen wiederkehrenden Anlass, ist die gute Website die ehrlichere Empfehlung.
Ob Ihr Fall das Zeug zur Kunden-App hat, klären wir gerne konkret: mit einem kostenlosen, klickbaren Prototyp, den Sie auf dem eigenen Smartphone ausprobieren, bevor Sie sich festlegen. Alle Leistungen im Überblick finden Sie auf der Seite App-Entwicklung.
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